



Sprachförderung Deutsch im
Vor- und Grundschulbereich
Der Schul- und Berufserfolg Jugendlicher hängt wesentlich
von ihren Sprachkenntnissen ab. Diese bilden auch die
Grundlage für ihre soziale Integration und gesellschaftliche
Teilhabe. Das gilt für interkulturelle Jugendliche wie für
Jugendliche ohne Migrationsgeschichte. Um diesen Erfolg zu
sichern, ist eine frühzeitige Sprachförderung unerlässlich.
Diese Förderung muss bereits im Vorschulalter, d. h. in den
Kindertageseinrichtungen einsetzen und in der Grundschule
weitergeführt werden.
Die Landesregierung hat im Frühjahr 2007 die Durchführung
des Sprachtests Delfin bei sämtlichen vierjährigen Kindern
in den Kindertageseinrichtungen verfügt. Ab Herbst 2007
begann dann die verbindliche Sprachförderung der Kinder, die
der Förderung bedürfen. Ferner stärkt das neue
Kinderbildungsgesetz (KiBiz) den Bildungsauftrag besonders
der Kindertageseinrichtungen.
Die Kindertageseinrichtungen und Grundschulen stehen damit
vor neuen Herausforderungen. Um diese in ihrem Bemühen einer
verstärkten Sprachförderung zu unterstützen, veranstaltete
der Integrationsrat der Stadt Unna im September 2007
einen „Treffpunkt Integration“ zum Thema „Sprachförderung
interkultureller Kinder im Vor- und Grundschulalter“. Daraus
ist mithilfe des Schulamtes im Kreis Unna, Frau
Berten, und des Jugendamtes der Stadt Unna, Herrn
Edelkötter, die Initiative entstanden, zusammen mit
Verantwortlichen der Kindertageseinrichtungen und
Grundschulen in Unna einen Rahmen mit Qualitätsstandards für
die Sprachförderung Deutsch zu entwickeln. Ziel ist es,
entsprechende Empfehlungen auszusprechen. Unterstützt wird
das Vorhaben durch die RAA - Regionale Arbeitsstelle zur
Förderung von Kindern und Jugendlichen aus
Zuwandererfamilien im Kreis Unna sowie durch einen
Regionalkoordinator vom BAMF – Bundesamt für Migration und
Flüchtlinge.
Die Auftaktveranstaltung zum Thema „Spracherwerb im Vor- und
Grundschulbereich“ fand im November 2007 statt, an der rund
50 Personen teilnahmen. Die erheblichen Auswirkungen des
KiBiz für die Kindertageseinrichtungen führten zur
zeitlichen Verzögerung der Folgeveranstaltungen. So fand
das 2. Arbeitstreffen am 15. April 2008 statt, auf dem die
Grundschulen Diagnose- und Fördermaterialien und ihre
Erfahrungen damit vorstellten. Auf dem 3.
Arbeitstreffen am 3. Juni 2008 berichteten die
Kindertageseinrichtungen ihrerseits über Diagnose- und
Fördermaterialien und ihre Erfahrungen damit. Auf dem 4.
Arbeitstreffen am 11. November 2008 werden Materialien und
Erfahrungen anderer Städte vorgestellt werden.
Über die weitere Planung und den Fortgang des Vorhabens
werden wir laufend berichten.
Für weitere Informationen können Sie sich wenden an:
Frau Berten (margot.berten@kreis-unna.de)
Herrn Edelkötter (heinz-dieter.edelkoetter@stadt-unna.de)
Frau Sakelsek (integrationsrat@stadt-unna.de)
Herrn Frischkkopf (mailada@frischkopf.com)

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