





LEITBILD
ÄLTER, WENIGER, BUNTER
Bis zum Jahr 2030 wird fast jeder/jede Dritte älter als 60 Jahre sein. Außerdem wird die Bevölkerung – insbesondere der Anteil der Erwerbstätigen – weiter schrumpfen. Gleichzeitig nimmt der Bevölkerungsanteil mit Migrationgeschichte zu. Dadurch wird sich das Zusammenleben in der Gesellschaft erheblich verändern.
Die aus dem gesellschaftlichen Wandel entstehenden Herausforderungen lassen sich nicht mehr ausschließlich durch das bisherige System der staatlichen Fürsorge bewältigen. Neben dem staatlichen Handeln wird für die Gestaltung der gesellschaftlichen Entwicklung ein breites bürgerschaftliches Engagement erforderlich. Das gilt für alle Generationen. Aufgabe der Politik muss es sein, für diesen Prozess entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen und einen offenen Diskurs über die Zukunft der Gesellschaft zu führen. Insgesamt muss die Gesellschaft eine neue Kultur der Verantwortung entwickeln. Diese bietet und fordert eine stärkere Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Das Potential älterer Menschen ist für diesen Prozess unverzichtbar. Ältere Menschen von heute ziehen sich nicht mehr nur ins Privatleben zurück. Sie wollen die Zukunft maßgeblich mitgestalten und mitprägen. Das können sie auch, denn sie verfügen nicht nur über Lebenserfahrung und berufliches Können, sondern sind oftmals bis ins hohe Alter aktiv und mobil. Sie verfügen über Zeit und entwickeln zunehmend Bereitschaft, sich für gesellschaftliche Aufgaben zu engagieren.
Dazu gehört eine grundlegende Korrektur unseres Altersbildes, das bisher eher negativ geprägt ist. Wenn dieses Umdenken erfolgt, erhalten ältere Menschen genau die Aufmerksamkeit und Wertschätzung für ihre Kompetenzen und Erfahrungen, die sie verdient haben und die sie in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen einbringen können.
Die Möglichkeiten sind vielfältig. Damit das bürgerschaftliche Engagement zu einem wesentlichen Element unseres gesellschaftlichen Lebens wird, ist es notwendig, dass es aus dem Zustand des Beliebigen und Zufälligen herausfindet.
Das FORUM GENERATIONEN UNNA will zu diesen Veränderungsprozessen einen Beitrag leisten. Es versteht sich als Plattform, um vorhandene Aktivitäten der Öffentlichkeit bekannt zu machen, zu koordinieren, zu fördern, sowie neue Aktivitäten zu entwickeln.
Das FORUM GENERATIONEN UNNA möchte
· l offen sein für Anregungen, Wünsche und Kritik der sich engagierenden Bürgerinnen und Bürger,
l die Einzelnen in ihrer Problembetrachtung ernst nehmen und ihnen
die Möglichkeit geben, sich zu artikulieren und zu engagieren,
l das Verständnis junger und älterer Bürgerinnen und Bürger für- und untereinander fördern,
l das Wissen und den Erfahrungsschatz der älteren Generation aktivieren und abrufen.
l die Bereitschaft und die Fähigkeit sich zu engagieren wecken,
l ein Bewusstsein gemeinsamer, solidarischer Verantwortung für die Probleme
der örtlichen Gemeinschaft schaffen,
l den Dialog zwischen den Generationen unterstützen und
· l generationsübergreifende Aktionen für das Gemeinwesen in Gang setzen.