Sehr geehrte Damen u. Herren,

Sie erhalten heute die neue Ausgabe des Newsletter des Forums Generationen Unna .

Nr.3 - Ausgabe vom 26.06.2009


TOP MELDUNGEN:
01: Neue Fahrradkarte für Unna
02: Filme über Unna gesucht.
03: „Lichtfahrer sind sichtbarer“
04: Große Geschichte – lokal festgemacht
05: Aufbau eines Interkulturellen Elternnetzwerkes
06: Sprachförderung Deutsch im Vor- und Grundschulbereich
07: Die fitten jungen Alten
08: Service im Bahnhof klein geschrieben


Neue Fahrradkarte für Unna Neue Fahrradkarte für Unna
Wie begeistert eine fahrradfreundliche Stadt sowohl Alt- wie Neubürger/innen als auch Touristen für das Radfahren? Eine Antwort gibt der druckfrische Fahrrad-Stadtplan der Stadt Unna. Der handliche Tourenplan lädt mit vielen Neuerungen sowohl Gäste wie Unnaer/innen zu ungewöhnlichen Erfahrungen per Rad ein.Das Kartenwerk deckt mit allen Radrouten und Schnellverbindungsstrecken nicht nur das Stadtgebiet sondern auch angrenzende Regionen ab, es enthält das komplette Straßenverzeichnis für Unna. Und auf der Rückseite finden Interessenten Tourenvorschläge für Einsteiger sowie für Fortgeschrittene: Eine komplette Innenstadtkarte mit Attraktionen wie auch Rad-Parkplätzen und Rad-Stationen ergänzt den Fahrrad-Stadtplan. Konzept, Redaktion, Grafik und Gestaltung erledigte wie schon bei der 2002-Auflage die Agentur Horschler Kommunikation.


Filme über Unna gesucht.
Die Geschichtswerkstatt im Forum Generationen Unna hat sich eine interessante und wichtige Aufgabe gestellt: Es soll ein Filmarchiv geschaffen werden. Dort sollen alle bewegten Bilder über Unna gesammelt, aufgearbeitet, digitalisiert und so archiviert werden, dass sie für Interessenten jederzeit verfügbar sind. Ein kurze Beschreibung des Inhalts der einzelnen Filme und eine Stichwortsuche sollen die Erschließung des Materials erleichtern. Eine Übersicht über die verfügbaren Filme wird, sobald sie fertig ist, auf der Seite der Geschichtswerkstatt der Homepage des Forums Generationen zu finden sein. Ein Grundstock ist schon vorhanden. Herr Niederastroth hat in mühsamer detektivischer Arbeit schon eine Reihe interessanter Filme zusammengetragen. Die Geschichtswerkstatt richtet einen Aufruf an alle Bürger, ihr Filme, die sie besitzen, zu überlassen. Wer sich nicht von seinen Schätzen trennen will, sollte der Werkstatt die Möglichkeit geben, die Filme zu kopieren und zu archivieren. Meldungen nimmt der Sprecher der Geschichtswerkstatt, Herr Klaus Thorwarth, Tel.: 0230315387 gern entgegen.Ferner sucht die Geschichtswerkstatt Freiwillige, die ihr bei der Archivierungsarbeit helfen. Interessenten können sich ebenfalls bei Klaus Thorwarth melden.
Filme über Unna gesucht.


„Lichtfahrer sind sichtbarer“
Unter dem Motto „Lichtfahrer sind sichtbarer“ hat die Kreispolizeibehörde Unna eine "Öffentlichkeitskampagne" zur Verkehrsunfallprävention im Frühjahr 2007 gestartet. Wer tagsüber mit Licht unterwegs ist, fährt deutlich sicherer! Das beweisen Statistiken.Rüsten auch Sie Ihr Auto mit Tagfahrlicht-Leuchten aus! Wenn Sie jedoch die Kosten hierfür scheuen, können Sie auch mit Abblendlicht am Tage viel erreichen.Die Vorteile liegen klar auf der Hand:
• Fahrzeuge sind besser zu erkennen – besonders in Unterführungen, Alleen und dunklen Häuserschluchten
• In Ländern, in denen Licht am Tag bereits Pflicht ist, sinken die Unfallzahlen, weil Geschwindigkeit und Entfernung herannahender Fahrzeuge besser abgeschätzt werden können
• kein wirklich nennenswerter Mehrverbrauch an Kraftstoff
Die Vorteile von Tagfahrlicht-Leuchten:
• bei vielen Fahrzeugen ist diese Technik nachrüstbar
• keine Blendung wegen besonderer Konstruktionsvorschriften
• Nachrüstung mit geringem Aufwand möglich
Klima, Navi, Leder, Xenon....
Und was ist nun mit dem Tagfahrlicht?
Drei von vier Auto-Unfällen am Tage passieren, weil ein anderes Auto übersehen wurde. Wer tagsüber mit Licht fährt, fährt sicher!
Einen ausführlichen Bericht dazu finden Sie

hier:
„Lichtfahrer sind sichtbarer“


Große Geschichte – lokal festgemacht
Wer kennt sie nicht, die traurig, grausige Geschichte vom Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I von Preußen, der seinen eigenen Sohn, den späteren König Friedrich den Großen, wegen Fahnenfluchts zum Tode verurteilte und nur durch das beherzte Dazwischentreten des Generalmajors Wilhelm Dietrich von Buddenbrock von diesem Entschluss abgebracht wurde. Was war geschehen?Der feingeistige Kronprinz Friedrich August versuchte 1730 in Begleitung seines Freundes, des Leutnants Hans Hermann von Katte, durch Flucht nach Frankreich der strengen soldatischen Erziehung seines Vaters zu entkommen. Sie wurden ergriffen und auf Befehl des Königs in der Obhut des Generalmajors Dietrich von Buddenbrocks nach Königsberg gebracht und dort vor ein Kriegsgericht gestellt. Dies verurteilte von Katte zu lebenslanger Festungshaft, fühlte sich aber für den Kronprinzen nicht zuständig. Der König verschärfte das Urteil und erkannte auf Todesstrafe durch das Schwert für beide. Da stellte sich Generalmajor von Buddenbrock dem König mit den Worten in den Weg: „Wenn Ew. Majestät Blut sehen wollen, nehmen Sie meins; das des Kronprinzen bekommen Sie nicht, solange ich noch sprechen darf.“ Diese mutige Intervention beeindruckte den König. Er hob das Todesurteil gegen seinen Sohn auf, ordnete aber an, dass er zur ewigen Abschreckung der Hinrichtung seines Jugendfreundes beiwohnen müsse.Wilhelm Dietrich von Buddenbrock, der durch dieses mutige Eintreten für den Kronprinzen an einer entscheidenden Stelle die spätere Geschichte Preußen und Europas beeinflusst hat, war durch Heirat mit dem Haus Altendorf in Dellwig verbunden. In einem Werkstattbericht hat Dr. Heinz-Josef Horstschäfer in der jüngsten Sitzung der Geschichtswerkstatt diese Verbindung und den Lebensweg des Wilhelm von Buddenbrock minutiös nachgezeichnet. Er hat damit auch einen beeindruckenden Einblick in die preußische Staatsraison und die preußische soldatische Tradition gegeben.
Große Geschichte – lokal festgemacht


Aufbau eines Interkulturellen Elternnetzwerkes
In Unna soll mit Hilfe des Integrationsrates noch in diesem Jahr ein Netzwerk interkultureller Eltern entstehen. „Interkulturell“ meint sowohl Eltern mit Migrationsgeschichte (mit und ohne deutschen Pass) als auch deutsche Eltern. Konkrete Vorbereitungen sind im Gang.Allgemeines Ziel des Netzwerks ist es, dass Eltern aus unterschiedlichen Herkunftsländern und mit unterschiedlicher Migrationsgeschichte sowie deutsche Eltern miteinander ins Gespräch kommen und sich über ihre Interessen, Sorgen und Probleme austauschen können. Im Einzelnen kann es um folgende Ziele gehen:
• Eltern die Möglichkeit geben, sich über Erziehungs- und Bildungsfragen, über Ausbildung und Berufswahl von Jugendlichen zu informieren und auszutauschen
• Die Sprachförderung ihrer Kinder zu unterstützen
• Schulen z. B. bei Schulfesten oder Tagen der Offenen Tür, bei der Übersetzung an Elternabenden oder von Anschreiben und Informationstexten zu unterstützen
• Eltern hinsichtlich ihrer Beteiligung an den Mitwirkungsgremien der Schule (Elternpflegschaft usw.)zu motivieren und ermutigen



Sprachförderung Deutsch im Vor- und Grundschulbereich
Die Landesregierung hat im Frühjahr 2007 die Durchführung des Sprachtests Delfin bei sämtlichen vierjährigen Kindern in den Kindertageseinrichtungen verfügt. Ab Herbst 2007 begann dann die verbindliche Sprachförderung der Kinder, die der Förderung bedürfen. Ferner stärkt das neue Kinderbildungsgesetz (KiBiz) den Bildungsauftrag der Kindertageseinrichtungen. Sie und die Grundschulen stehen damit vor neuen Herausforderungen. Um diese in ihrem Bemühen einer verstärkten Sprachförderung zu unterstützen, veranstaltete der Integrationsrat der Stadt Unna im September 2007 einen „Treffpunkt Integration“ zum Thema „Sprachförderung interkultureller Kinder im Vor- und Grundschulalter“. Daraus ist mithilfe des Schulamtes im Kreis Unna und des Jugendamtes der Stadt Unna die Initiative entstanden, zusammen mit Verantwortlichen der Kindertageseinrichtungen und Grundschulen einen Arbeitskreis einzurichten, um Fragen und Probleme der Sprachförderung gemeinsam zu erörtern, die Sprachförderung und die dafür notwendige Kooperation zwischen Kitas und Grundschulen zu verbessern. Der Arbeitskreis trifft sich im September zum siebten Mal. Es wird dann um die Erläuterung einer vom Land in Auftrag gegebenen Arbeitshilfe zur Sprachförderung gehen.
Sprachförderung Deutsch im  Vor- und Grundschulbereich


Die fitten jungen Alten Die fitten jungen Alten
„Die 50+ Studie – Wie die jungen Alten die Gesellschaft revolutionieren“, so eine Studie des Soziologen Prof. Dieter Otten von der Universität Osnabrück. Dazu die Kurzbeschreibung: „Schon sehr bald wird mehr als die Hälfte der Deutschen über 50 Jahre alt sein, und Deutschland wird unausweichlich zur Republik der Älteren. Aber Menschen zwischen 50 und 70 sind heute nicht «alt», es sind keine Methusalems, keine Alten im Sinne des Klischees, sondern Menschen mit Zukunft – das ist neu. Wir haben es zu tun mit einer neuen Mittelschicht älterer Erwachsener mit verblüffendem Verhalten: gesund, fit, sexuell aktiv, partnerschaftlich motiviert, finanziell abgesichert und politisch engagiert. Ein radikaler gesellschaftlicher Wandel von ungeheurem Ausmaß steht uns bevor. Experten sprechen von einer Kultur-Revolution des Alterns und meinen, dass die Menschen, die in jungen Jahren die kulturell-politischen Veränderungen des 20. Jahrhunderts geprägt haben, nun als Ältere das Gleiche noch einmal tun werden. Wie verändern diese Menschen das Alt-Sein bzw. Alt-Werden? Zur gesellschaftlichen Mehrheit avanciert, wird der Einfluss dieser Generation auf alle Lebensbereiche immens dominant sein, eine bislang noch nie da gewesene Situation. Der unerforschte Kontinent des Lebens der ersten jungen Altengeneration wird entdeckt, die Ergebnisse sind verblüffend.“
Die 50+ Studie" ist bundesweit die größte universitäre Online-Untersuchung dieser Generation. 200.000 Männer und Frauen wurden angeschrieben und online befragt. In den kommenden Jahren wird die Studie regelmäßig wiederholt, um so Trends aufdecken zu können.



Service im Bahnhof klein geschrieben
Unna in diesen Tagen:Am Servicepunkt der Deutschen Bahn in Unna herrscht Hochbetrieb. Die Lehrerin Viktoria S. braucht 24 Fünfer-Tickets für einen Schulausflug am nächsten Tag.Die Schlange um 12 Uhr steht fast bis zur Türe, 10 wartende Kunden werden es wohl sein. „Gehen Sie doch an den Automaten“, rät ein freundlicher Mensch in der Schlange.Die Lehrerin schafft 4 Tickets, dann nimmt der Automat keine Scheine mehr an. Der nächste Versuch wird auf den Nachmittag verschoben. Diesmal sind es nur 6 Leute in der Schlange vor ihr. Und wie meistens, ist nur ein Schalter besetzt. Die Lehrerin arbeitet sich langsam nach vorne. Die Schlange bleibt hinter ihr genauso lang wie vorher. Die Luft ist schlecht, die Stimmung auch. Herr W. hinter dem Schalter, sonst die Freundlichkeit in Person, ist sichtlich genervt. Einer älteren Dame wird plötzlich übel, sie hat offensichtlich Kreislaufprobleme. Aber es gibt in der Schalterhalle keine Sitzgelegenheit. Ein freundlicher Herr geleitet sie hinaus. Wo ist die nächste Bank? „Sitzgelegenheiten in der Halle sind ein Problem des Hausbesitzers“, sagte ein Sprecher der DB vor einigen Wochen, „aber wir kümmern uns mal drum.“ Herr W. kann an diesem Tag nur mit den Schultern zucken.
Service im Bahnhof klein geschrieben



Forum Generationen Unna - Initiativgruppe in der Volkshochschule Unna-Fröndenberg-Holzwickede, Lindenplatz1, 59423 Unna - Leitung: Rita Weißenberg, Tel.: 0 23 03 / 10 37 30 - e-Mail: rita.weissenberg@stadt-unna.de - V.i.S.d.P. für den Inhalt: Klaus Seifert, Rosenweg 51 f, 59425, Telefon: 0 23 03 / 1 38 55 - e-Mail: info@forum-generationen-unna.de

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